Gemeinde Niebüll ©

Geschichte der Gemeinde Niebüll

Entstehung und Entwicklung der heutigen Gemeinde

Die ersten Jahre

Bereits im Jahr 1933 fanden in Niebüll die ersten apostolischen Gottesdienste statt. Zu Beginn versammelte man sich in der Friesische Straße, Haus Meyn. Dies mit etwa sieben Personen. 

Die Betreuung fand damals durch die Gemeinde Flensburg statt. Hirte Ahrenhold brachte sich hier besonders ein. Dieser war später der erste Gemeindevorsteher in Niebüll. 

Der Versammlungsraum wurde über die Jahre zu klein, sodass man Ende des Jahres 1940 begann die Gottesdienste in der Wohnung der Geschwister Benedsen, Osterweg 7, abzuhalten.  

Im Jahr 1939 wurde Priester Jeppsen, aus Braderup, Vorsteher der Gemeinde, die mittlerweile Niebüll-Leck hieß. Er diente bis zum Jahr 1952, zuletzt als Bezirksevangelist und Vorsteher. 

Im März 1945 entstand durch den Zustrom der Flüchtlinge aus dem Osten in der Wohnung von Bruder Benedsen große Raumnot. Als neuer und größerer Versammlungsraum wurde im Jahre 1946 eine Klasse der Landwirtschaftlichen Schule in der Gotteskoogstraße angemietet. Dieser Klassenraum war sehr schlicht, bot aber genügend Platz. Neben der Gemeinde Niebüll gab es zu diesem Zeitpunkt noch die Nebengemeinden Leck, Wyk/Föhr, Süderlügum und Rosenkranz, welche durch die Amtsträger und Geschwister aus Niebüll unterstützt wurden.  

Im Jahr 1949 wird die Gemeinde Wyk auf Föhr selbstständig. Ein Jahr später ergab sich für die Gemeinde Niebüll die Gelegenheit, einen ansprechenden Raum in der Friedrich-Paulsen-Schule anzumieten. Fortan, bis August 1975, versammelte sich die Gemeinde dort in der Aula zu den Gottesdiensten. 

In dieser Zeit dienten Priester Hermann Zastrow (1952 – 1965) und Bezirksältester Wilhelm Andrich (1965 – 1970) der Gemeinde als Vorsteher und ab Januar 1970 Priester Karl-Heinz Zastrow. 

Entwicklung am aktuellen Standort

Durch Wegzug, Veränderungen in der Gesellschaft und durch andere Einflüsse nahm die Anzahl der Gottesdienstteilnehmer in den Nebengemeinden ab, so dass diese im Laufe der Jahre wieder aufgegeben werden mussten. Von da an finden die Gottesdienste ausschließlich in Niebüll statt. 

Noch während der Zeit in der Friedrich-Pausen-Schule wurde ein Grundstück im Osterweg zum Neubau einer Neuapostolischen Kirche erworben. Im August 1975 war es dann so weit, die Gemeinde zog in die eigene, neu erbaute Kirche.  

Nachdem der Vorsteher Karl-Heinz Zastrow im März 1998 in den wohlverdienten Ruhestand ging, wurde Evangelist Uwe Asmussen, aus der Gemeinde Wyk auf Föhr, als neuer Vorsteher beauftragt. 

Da Evangelist Asmussen schon kurze Zeit später als Bezirksevangelist ordiniert wurde, beauftragte der Apostel Priester Hans-Werner Bechtel am 21. April 2000 als Vorsteher. 
 
Bei Gemeindefesten, Seniorenzusammenkünften, Jugendstunden sowie Jugendgottesdiensten war es immer ein schönes Miteinander mit der Nachbargemeinde Ladelund. Es fand zusammen ein schönes Gemeindeleben statt. Auch musikalisch wurde mit der Gemeinde Ladelund viel unternommen. 
 
Im Jahr 2013 entschied man, dass die Gemeinden Ladelund und Niebüll zur Gemeinde Niebüll zusammengeführt werden sollen. Dazu waren Umbauarbeiten an der Kirche in Niebüll erforderlich. Für diesen Zeitraum zogen die Gemeinden im Juli 2015 in die Nordseeakademie, Leck.  

Hier fanden sonntags Gottesdienste zusammen mit der Gemeinde Ladelund statt.  

Die Wochengottesdienste fanden gemeinsam in Ladelund statt. Dadurch konnten die Gemeinden schon vor der eigentlichen Zusammenlegung zusammenwachsen und hieraus entwickelte sich ein schönes Miteinander. 
 
Nach Ende der Bauzeit erfolgte im Herbst 2016 die Zusammenlegung der Gemeinden und man konnte gemeinsam die neu gestaltete Kirche in Niebüll beziehen. Zu diesem Zeitpunkt dienten in der Gemeinde fünf priesterliche Ämter und elf Diakone.  
 
Am 14. Oktober 2020 begann für Priester Hans-Werner Bechtel der Ruhestand und Evangelist Achim Schmidt wurde als Vorsteher beauftragt. 

Aktuell dienen in der Gemeinde ein Evangelist (Vorsteher), sechs Priester und fünf Diakone. 

(Stand 20.03.2025)